Klassentreffen

Nunmehr 45 Jahre liegt meine Abi-Prüfung zurück. Ich kann´s gar nicht glauben und bin immer noch der Meinung, sie nicht zu Recht bestanden zu haben. Aber so what… erledigt und vorbei. Das ist eine andere Geschichte. Meine Klassenkameraden/-dinnen – zumindest einen Teil von ihnen – sehe ich in schöner Regelmäßigkeit über die Jahre hinweg. Mann, sind die mittlerweile alle alt geworden. Einen Spiegel habe ich grad nicht zur Hand, räusper. Kurz nach dem Abitur hatte ich überhaupt keinerlei Ambitionen, sowas wie ein Treffen überhaupt irgendwann mal in Erwägung zu ziehen.

Nach zehn Jahren sah die Sache schon anders aus. Ich selber organisierte eins und – fast – alle kamen. Seitdem hat es sich eingebürgert, ab und an mal zu schauen, wer von uns denn überhaupt noch lebt. Makaber, aber isso. Die Abstände dieser Treffen werden immer kürzer, weil die Einschläge immer dichter kommen. Trifft man sich dann, werden all´ die alten Kamellen aus dem Sack gezogen und es werden Erinnerungen ausgetauscht, an die ich mich z.B. meistens gar nicht mehr erinnern kann. Jeder hat seine eigene Sicht der Dinge auf die Vergangenheit. Demnächst ist es wieder so weit. Ich bin gespannt, was sie zu berichten haben. Aber es ist schon komisch. Sind wir zusammen, ist´s als wär´ die Schulzeit grade eben erst vorbei und nicht schon ewig her. Das Geschnatter geht los und es ist wirklich, als wär´s gestern gewesen. Merkartig. Damals gab´s ja noch Klassen. Wir waren eine eingeschworene Gemeinschaft und einige Lehrer hatten es schwer bei uns.

Mittlerweile hat jeder von uns zwar ein eigenes Leben, aber unsere Erinnerungen sind ein gemeinsamer Teil davon, denn eine Wegstrecke sind wir vor langer Zeit gemeinsam gegangen. Das verbindet in irgendeiner Weise. Wir haben uns auch immer viel zu sagen. Es ist nicht so, als gäbe es keinerlei Verbindung mehr. Es ist fein, Traditionen zu pflegen und die des Klassentreffens gehört nun einmal dazu. Ich freu´ mich drauf.

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Urlaub an und für sich, aber…

Es ist doch immer wieder schön, in die weite Welt hinaus zu gehen. Aber… (Es gibt immer ein „Aber“.) Aber es ist auch ebenso schön, wieder nach Hause zu kommen. Ein paar Wochen Abenteuer pur in Kanada. Es ist mir das erste Mal gelungen, einem Bären ins Auge zu sehen, der nicht im Zoo lebt. Besser gesagt, einer Bärin. Ich muß ja gestehen, dass ein Graben dazwischen lag; aber immerhin. Wie gesagt, es gibt immer dieses „Aber“.

Was ist Besonderes an Kanada? Der Baileys im Kaffee am Morgen? Der Bär, der dir ständig begegnen kann? Irgendwie ist alles anders. Z.B beim Autofahren an einer 4-Way-Kreuzung. Die warten echt so lange, bis du begriffen hast, dass du an der Reihe bist. Erstaunlich, was? Ich könnte mir das gar nicht merken. Zurück in Hamburg, auf dem Weg nach Hause kam mir das kalte Grausen, wie brutal doch hier gefahren wird. Außerdem ist alles wesentlich kleiner, enger und schmaler bei uns. `N Truck kannste dir hier getrost abschminken. Kämst ja noch nicht einmal in eine Parklücke beim Discounter.

Nun ja, meine Welt hat mich wieder. Aber wenn man nicht ab und zu in andere Welten gucken würde, würde man die eigene nicht so zu schätzen wissen.

Kanada – zumindest der Westen – ist Natur. Wald, Wasserfälle, Wüste… Im Cathedral Cove auf Vancouver Island waren die Bäume teilweise 800 Jahre alt. Atemberaubend. In diesem Wald war´s ungemein dunkel. In Tofino am Pazifik – der Strand war unendlich. Auch unendlich gefährlich. Natur eben. Die Wüste bei Kamloops – ziemlich öde war´s da.

Als gestandenes „City-Girl“ – meine Schwester tituliert mich immer so – stand Vancouver auf dem Programm; speziell der Public Market auf Granville Island. Der eigentlich nur meiner Schwester zuliebe, die endlich mal wieder Sauerkraut essen wollte. Yuck, forget it. Das hat mit unserem Sauerkraut so wenig zu tun wie… ach, ist ja auch egal. Fahre ich nach Kanada, um Sauerkraut zu essen? Ich nicht. Mein Traum war es, mal wieder den Stanley Park joggenderweise zu umrunden. Es ist mir gelungen. Tja, so hat halt jeder seine Wünsche und Träume.

Wie gesagt, der Urlaub war traumhaft. Kanada ist traumhaft.

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Städel Museum Frankfurt

Irgendwie ist das Schreiben in den Hintergrund geraten, was ich eigentlich sehr schade finde. Aber – Zeit ist der entscheidende Faktor. An Themen herrscht kein Mangel. Nun ist es auch nicht unbedingt so, dass die Welt auf meine Beiträge nicht verzichten kann; darüber bin ich mir im Klaren. Noch ein Schnacker mehr im Netz, das ohnehin überquillt von sinnentleerten Beiträgen. Nun ja, fügen wir nichtsdestotrotz diesen einen weiteren hinzu. Mein Interesse gilt der Bildenden Kunst & der Kultur allgemein. Menschen haben so schöne Dinge erschaffen, die man sich ansehen und von denen man profitieren kann. IMG_3147staedel_2003Begeistert bin ich von diesem Angebot des Städel Museums in Frankfurt: Kunstgeschichte online. Das ist unendlich facettenreich, sehr interessant und spannend. Bleiben wir mal bei der Kunst. Die Briten z.B. haben ihre Museen für die Öffentlichkeit freigegeben. In der Tate Britain oder der Tate Modern wird kein Eintritt verlangt, außer für wechselnde Ausstellungen. Bildung für jeden. Die National Gallery ist ebenfalls fürs breite Publikum geöffnet. Kinder sind ausdrücklich erwünscht! Sie dürfen sogar toben im Museum. Man stelle sich das mal bei uns vor. Hier herrscht ehrfurchtsvolle Stille bei Museumsbesuchen. Aber auch die Dänen verfolgen eine besondere Strategie: In jedem noch so kleinen Dorf gibt es eine Kunsteinrichtung. Von klein auf kommen sie in Berührung mit Kunst und Kunsthandwerk hat dort einen großen Stellenwert; Danish Design ist ein Begriff.

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Urlaub in Flensburg

„Wir wohnen da, wo andere Urlaub machen.“, das können viele sagen. Aber Flensburg ist wirklich ein nettes Kleinod im Norden Deutschlands. Besondere Highlights: die Nähe zum Wasser, das nordische – speziell dänisch angehauchte – Flair, die Berge. Ja, die Berge! Wer schon mal auf der Fridastraße anhalten und wieder anfahren musste, kann ein Lied davon singen. Fahrradfahren in der Stadt ist was für kräftige Waden. Und dann dazu der Wind, der grundsätzlich immer von vorn kommt.

Der Frühling ist mit die schönste Jahreszeit hier. Im Mai geht´s schon los mit den maritimen Events um den Hafen, ob Rumregatta, Nautics, Dampfrundum… An der Spitze des Hafens tut sich was; das alte „Bellevue“ wird total neu aufgemöbelt und ist schon in „Heimathafen“ umgetauft. Eine „Strandbar“ hat was gegen Hunger und Durst. Ein Spaziergang um die Förde lohnt sich bei jedem Wetter. Gestaltet sich nur manches Mal etwas schwierig, wenn man auf seine gestylte Frisur Wert legt. Auch bei Regen mit einem Schirm kann´s Probleme geben. Der Regen kommt hier meistens nämlich nicht nur von oben. Und der Wind…, wie gesagt: grundsätzlich immer von vorn.

Urlaub in Flensburg und umrum. Da kommt bestimmt keine Langeweile auf. Wenn´s mal n´büschen kälter wird – ein guter Grog wärmt wieder auf. Es gibt viel zu sehen hier. Wer mit offenen Augen durch die Stadt schlendert, der findet so manch lohnenswertes Fotomotiv.

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Modernes WebDesign

Nach langer Zeit mal wieder ein Beitrag von mir. Die rasante Entwicklung im WebDesign nimmt kein Ende. Responsive Design ist angesagt und viele Internetseiten-Betreiber stehen vor der Aufgabe, ihre Site aktualisieren und anpassen zu müssen. Unser aller liebste Suchmaschine hat beschlossen, dass „mobile-friendly“ jetzt DAS Zauberwort ist.

Sollten die Inhalte einer Website allerdings superspitze sein, dann ist es G** egal, ob sie responsive ist oder nicht. An deren gutem Ranking ändert sich nichts. „Content first“ beats „mobile-friendly“. Finde ich auch irgendwie sinnvoll. Was nützt mir das beste Ranking einer Site, wenn ich als Leser/Kunde nicht das finde, was ich suche. Wie viele von diesen verd*mmten Müllseiten gibt es, responsivedie nur einen Euro verdienen wollen und das mit etwas Inhalt verschämt verbrämen.

Modernes WebDesign – ich bevorzuge momentan bei der Entwicklung einer Website den „mobile-first“-Ansatz. Mit der Smartphone-Ansicht zu beginnen, macht in meinen Augen den meisten Sinn. Man nutzt das Standard-Verhalten von HTML-Elementen und spart so jede Menge „clears“, „floats“ und sonstige Korrekturen. Schön nachzuverfolgen bei Jonas Hellwig, dem Guru für modernes WebDesign. Auf der Mobilversion wird schluckzessive die Desktop-Variante aufgebaut. Dass der IE dann noch ein Polyfill braucht, weil er mit Media Queries nicht umzugehen weiss, ist ein Übel, das in Kauf genommen werden will.

Leider ist auch mein Blog noch(?) alles andere als responsive. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Möglicherweise finde ich mal irgendwann Zeit und Lust dazu. Meine neue TYPO3-Webseite ist dagegen – wenn auch nicht besonders umfangreich – aber sowas von responsive. Es ist eben etwas schwieriger, alten Code auf neu zu krempeln, als etwas neu zu schreiben.

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