Flensburg

Sie sind hier » Start » Unterwegs » Flensburg

Ich weiß nicht…

…was mich an Flensburg ärgert. Die vielen Berge, die einem das Fahrradfahren vermiesen? Das wird es sein, denn sonst fällt mir nichts ein. Flensburg ist tolerant. Das ist so ähnlich wie in London: du kannst dir einen Turban aufsetzen, dich blau anmalen und trotzdem dreht keiner sich um und guckt dir hinterher. Es sei denn, er/sie ist kein/e Flensburger/in ;-) Is einfach so. Wir hatten „die Bunten“; wir haben die dänischen Frauen, die ungestraft ihre Nerze hier spazieren führen – niemand wird dumm angequatscht. Ich hab´ mir schon oft genug überlegt, woran das wohl liegen mag. Aber jetzt laß´  ich mal das gendern. Ist doch albern. Wir Mädels wissen, was wir wert sind und müssen das nicht extra verumständlichen. Genauso wie die Frauenquote in der Politik. Albern. Taffe Frauen kommen überall hin – so sie es denn wollen. Aber Politik soll hier kein Thema sein.

Flensburg hat Geschichte

Zum Glück eine bewegte und interessante. Als dänische Handelssiedlung, entstanden im 12. Jahrhundert, waren „wir“ federführend im Handel mit gesalzenem Hering. Na, wenn das nix ist. Irgendwann dann Rumstadt mit 200 Rumhäusern. Beachtlich. Das Thema deutsch/dänisch – die Flensburger entscheiden sich 1920 für Deutschland.

Vom 2. Mai bis zum 23. Mai 1945 war hier gegen Ende des 2. Weltkrieges die „Flensburger Regierung“ mit Sitz in der Marinesportschule. Der Reichssender Flensburg verkündete das Ende des 2. Weltkrieges in Europa. Ob nun Ruhmesblatt oder nicht, das sei mal dahingestellt.

Was Flensburg jetzt ist, ist eine von deutsch-dänischer Kultur geprägte Grenzstadt. So what?! Dass unsere städtischen Politiker es nicht auf die Reihe kriegen, hier eine blühende Oase zu schaffen – ich verstehe es nicht.

Flensburg bei Nacht

Wir sind in der glücklichen Lage, eine Uni zu haben. Die jungen Leute halten das Nachtleben in Flensburg aufrecht. Und sei es nur als kostengünstige Gastronomiemitarbeiter.

Die Kneipenszene

Die Kneipenszene ist vielfältig und für jeden ist etwas dabei. Das ursprüngliche Roxy existiert leider nicht mehr, aber das Roxy Concerts tut sein Möglichstes, um das alte Feeling wieder auferstehen zu lassen.

Dass der Oluf-Samson-Gang nicht mehr als Puff-Straße existiert, ist zwar schade wegen des Ambientes, aber das ist doch heute kein Beinbruch. Mit der richtigen App gibt´s sowieso alles Gewünschte – sogar gratis.

Lots of Lost Places

Am Hafen gibt es Fotomotive ohne Ende. Ob´s die Kreuzfahrer sind (die kleinen), angebrannte Butterdampfer oder die vor sich hin rottenden alten Kähne – es gibt immer was zum Sehen.

Wetter

Nun ja, hier ist´s immer windig. Zum Glück. Der Wind pustet den Regen weg. Meistens jedenfalls. Frisur kannst hier übrigens vergessen. Da hilft auch kein 3-Wetter-Taft. Glaub mir.

Es regnet recht oft  – zugegebenermaßen. Ab und an fällt auch mal Schnee. Es ist kälter als anderswo – auch das ist Tatsache; aber trotzdem… die Luft ist frisch und gesund. Obwohl…, ich frag´ mich, ob die Luft noch irgendwo gesund sein kann. Fakt ist – die Temperaturen sind hier sehr gemäßigt. Wir liegen schließlich zwischen zwei Meeren: Nord - und Ostsee. Kannst fast rüberspucken. Und vom Pleiteturm in Schleswig sieht man vom Café oben bei schönem Wetter sowohl die Nord- als auch die Ostsee. Ich sach doch: rüberspucken kannst.

Der Hafen

Immer wieder schön zu jeder Jahreszeit.


 
ZURÜCK ZU -> UNTERWEGS