Vancouver

British Columbia

Kanada – unendliche Weiten. Geplant war eigentlich nur Prince George, aber dann kam doch alles ganz anders. Es wurde nach und nach ein Trip von Norden nach Süden daraus – und kreuz und quer wieder zurück. Feine Sache.

Prince George – immer wieder gerne – ist ein Städtchen in den nördlichen Ausläufern der kanadischen Rocky Mountains. Besondere Highlights gibt es da eigentlich nicht. Es ist sehr weitläufig und fußläufig eine Katastrophe.

Am Mud River ist fast kein Haus zu sehen, so eingewachsen ist alles. Aber die Nachbarschaft ist auf Zack und bekommt jedes Fahrzeug mit, dass am River entlang fährt. Wie bei uns auf dem Dorf.

Der Ness Lake, ca. 40 km von PG entfernt, ist ein prima See zum Angeln, Schwimmen, Tuben. Und am Wochenende ist da immer was los auf dem öffentlichen Ground. Es kann sogar passieren, dass man den Bären dort begegnet. Sie sind so an die Zivilisation gewöhnt, dass sie sich selbst im Städtchen mit Äpfeln vom Baum oder Essensresten aus der Tonne versorgen.

Die Sehenswürdigkeiten „umrum“ sind etwas weiter weg. Zur Goldgräberstadt Barkerville sind´s von PG aus ca. 400 km – ein kanadischer Katzensprung.

Die Kanadier rechnen tatsächlich in Kilometern und nicht in Miles. Fahren ist da relativ entspannt. Die Highways sind breit und der Raserei sind eigentlich strikte Grenzen gesetzt. Man darf sich nicht erwischen lassen, denn das wird teuer. Kommt man an eine 4-Way Kreuzung, dann fährt oft der zuerst, der zuerst da ist. Alle warten meistens geduldig, bis sie dran sind. Da gibt´s komplizierte Regeln. Es ist immer gut abzuwarten und nicht einfach drauflos zu fahren.

Von Prince George nach Vancouver

Der Cariboo Highway bietet einiges an Sehenswürdigkeiten. Die Mülltonnen bringen einen immer wieder dazu, vorsichtig die Gegend zu erkunden. Der Bären wegen. Das Hell´s Gate z.B. ist eine Verengung des Fraser River. Die Passage durch diese Enge mit steil aufragenden Felswänden ist nur 35 Meter breit. ´Ne Menge Heritage Center liegen am Weg. Historic Sites, die einem Europäer wie Opas Bauernhof vorkommen. Eine Vergangenheit, an die ich mich noch sehr gut erinnern kann. Nicht, dass mein Opa einen Bauerhof gehabt hätte.

Die Alexandra Bridge (erbaut 1926) am Trans Canada Highway führt mitten ins Niemannsland. Ein kurzer Spaziergang vom Parkplatz durch den Wald, über Eisenbahngeleise… Früher ein Verkehrsknotenpunkt allererster Güte; heute Geschichte.

Abbotsford – die erste Übernachtung auf der Strecke. Das Wetter war regnerisch; eigentlich gut zum Fahren, aber leider nicht gut zum Fotografieren. Von da aus nur ein Katzenprung von 3 Stunden Fahrt nach Vancouver. In Zeiten von Booking-Portalen ist es kein Problem, von Tag zu Tag abends ein Zimmer zu bekommen. Und in Zeiten von GPS ist es kein Problem, es auch zu finden. Auf dem Programm stand an dem Tag noch der Public Market auf Granville Island. Mittlerweile gab´s einen strahlen blauen Himmel.

Vancouver im Sonnenschein – herrlich. Das Glück war uns also hold. Hier konnte ich mir auch meinen Wunsch erfüllen und eine Foto-Running-Runde um den Stanley Park drehen. Auf den round about 8 km jede Menge Highlights. Start war bei km 0, das Ziel an der Second Beach.

Von Vancouver nach Vancouver Island

Eine halbe Stunde Autofahrt von Vancouver bis zur Fähre nach Horseshoe Bay. 3 Stunden Fährfahrt bei diesigem Wetter bis Vancouver Island, Nanaimo. Dann Richtung Norden nach Campbell River.

Trail zum Elk Falls Provincial Park

Dann endlich ein erster Trail in die Berge zu den Elk Falls. Moderat – für Anfänger; eher ein netter Spaziergang. Am Anfang geht´s an langen Letungen von mit Holz ummantelten Rohren für den Transport des Wassers vorbei. Dann ein praktischer Pfad über die Fälle. Nix für Warmduscher, obwohl sie da nicht sehr viel Wasser führten.